Suhl

Im Juli 1943 richtete die SS bei den Gustloff-Werken in Suhl ein Außenlager ein. Die bis zu 100 Häftlinge wurden zur Errichtung eines Barackenlagers für die spätere Unterbringung von „Fremdarbeitern“ gezwungen. Ein Gefangener wurde nach einem Fluchtversuch von einem Wachsoldaten erschlagen. Im Oktober 1943 wurden die Häftlinge nach Buchenwald zurück verlegt.

Historische Situation

Bezeichnung

Außenlager Suhl

Unternehmen

Gustloff-Werke

Zwangsarbeit

Errichtung eines Barackenlagers zur Unterbringung von „Fremdarbeitern“

Gegründet

15. Juli 1943

Aufgelöst

2. Oktober 1943

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

100

Die 80 bis 100 Häftlinge kamen zu 70 Prozent aus Polen und Russland, der Rest aus Deutschland. Ein Häftling wurde nach einem Fluchtversuch von einem Wachsoldaten erschlagen. Nach Abschluss der Arbeiten wurden die Häftlinge im Oktober 1943 nach Buchenwald zurück gebracht und wenig später in das Außenlager Dora verlegt.

Unterbringung

Die Häftlinge waren in einer vom örtlichen Gustloff-Werk gestellten, mit Stacheldraht eingezäunten Baracke untergebracht.

Heutige Situation

Nach Kriegsende wurde aus dem Gustloff-Werk in Suhl das Simson-Werk. Vor Ort existieren heute keine Gedenkzeichen für das ehemalige Außenlager.

Kontakt vor Ort

Stadtarchiv Suhl Bahnhofstraße 6-8 98527 Suhl

Internet: www.stadtarchivsuhl.de

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Literatur

Neustadt, Esther: Suhl, in: Benz, Wolfgang / Distel, Barbara: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 3: Sachsenhausen, Buchenwald, München 2006, S. 580f.