Göttingen

Für Bauarbeiten an der SS-Kavallerieschule in Weende richtete die Waffen-SS Anfang Februar 1945 in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei ein Außenlager ein. Unter den insgesamt 32 Häftlingen waren Russen, Ukrainer und Polen die größten Gruppen. Im März 1945 wurde das Lager wieder aufgelöst.

Historische Situation

Bezeichnung

keine Informationen

Unternehmen

Bauleitung der Waffen-SS und Polizei Göttingen

Zwangsarbeit

Bauarbeiten an der SS-Kavallerieschule in Weende

Gegründet

3. Februar 1945

Aufgelöst

11. April 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

30

Der erste Häftlingstransport aus Buchenwald traf am 3. Februar 1945 in Göttingen ein. Bei den insgesamt 32 Häftlingen - zwei wurden von der SS nach Buchenwald zurückgeschickt und durch neue ersetzt - handelte es sich um eine nach Nationalitäten gemischte Gruppe, in denen Russen, Ukrainer und Polen den größten Anteil stellten. Auch deutsche, litauische, slowenische, tschechische, italienische, französische und niederländische Häftlinge wurden eingesetzt, einige davon wurden von der SS als „politische Häftlinge“ kategorisiert. Todesfälle sind nicht dokumentiert. Im April 1945 wurden die Häftlinge nach Buchenwald zurück verlegt.

Heutige Situation

Auf dem ehemaligen Lagergelände befindet sich seit 1959 das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende.

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Literatur

Tollmien, Cordula: Göttingen, in: Benz, Wolfgang / Distel, Barbara: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 3: Sachsenhausen, Buchenwald, München 2006, S. 451f.