Unna

Das Außenlager Unna wurde Ende Juli 1943 eingerichtet und Anfang März 1944 wieder aufgelöst. Die durchschnittlich etwa 50 Häftlinge mussten bei Baumaßnahmen auf dem Kasernengelände der SS an der Iserlohner Straße sowie in der Innenstadt Zwangsarbeit leisten.

Historische Situation

Bezeichnung

Außenlager Unna

Unternehmen

5. SS-Korps-Nachrichten-Abteilung sowie Bauleitung der Waffen-SS und Polizei

Zwangsarbeit

Die Häftlinge wurden für Baumaßnahmen auf dem Kasernengelände sowie in der Innenstadt Unnas eingesetzt. Die wöchentliche Arbeitszeit betrug zwischen 60 und 70 Stunden.

Gegründet

Ende Juli 1943

Aufgelöst

2. März 1944

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

50

Das Lager umfasste durchschnittlich 50 Häftlinge, größtenteils Polen und Russen sowie einige Deutsche und ein wahrscheinlich jugendlicher Roma. Über die gesamte Lagerzeit hinweg waren etwa 70 Menschen in Unna im Einsatz, da mehrere Häftlinge wegen Krankheit oder „Ordnungsverstößen“ ausgetauscht wurden. Todesfälle sind nicht dokumentiert. Am 2. März 1944 wurden alle Häftlinge nach Buchenwald zurück überstellt.

Unterbringung

Die Unterkünfte befanden sich vermutlich in einer Garage auf dem Kasernengelände der SS an der Iserlohner Straße am südlichen Stadtrand Unnas.

Heutige Situation

Die ehemalige SS-Kaserne wurde von 1956 bis 2001 von der Bundeswehr genutzt („Hellweg-Kaserne“). Seit 1994 stand dort ein Gedenkstein für das ehemalinge Außenlager. 2001 wurde die Kaserne abgerissen und der Gedenkstein magazinisiert. Auf dem Gelände entstand der „Wohnpark Unna-Süd“. Nach Beendigung der Bauarbeiten soll der Gedenkstein wieder aufgestellt werden.

Kontakt vor Ort

Kulturbetriebe Unna, Stadtarchiv Lindenplatz 1 59423 Unna

Telefon: 02303 103727

Kontakt zum Förderverein Buchenwald

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Literatur

Fölster, Dieter / Flick, Walter: „...zum Arbeitseinsatz nach Deutschland.“ Zwangsarbeiter in Unna und Umgebung (1939-1945). Eine historische Dokumentation, Unna 1995.

Fölster, Dieter: Unna, in: Benz, Wolfgang / Distel, Barbara: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 3: Sachsenhausen, Buchenwald, München 2006, S. 596f.